C.G. Jung Gesellschaft Berlin
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»Die Gralslegende aus Sicht der Analytischen Psychologie« (Vortrag mit Musik)

8. November 2014 - 15:00 Uhr
Ev. Kirchenforum (Parochialkirche), Klosterstraße 66, 10179 Berlin
ReferentIn: Helge Böttger

Zum Vortrag schreibt uns Helge Böttger:
»Es gibt wohl kaum einen Mythos, über den in 1000 Jahren so viel geschrieben wurde, wie über Arthus und seine Gralsritter. Die Faszination dieser Legende von Parzifal und seiner Suche nach dem Gral entsprach dem damaligen Bedürfnis nach Individuation, der Entwicklung der Individualität, welches im traditionellen Christentum keine Aufnahme fand. Das Gralsabenteuer –  die innere Suche nach den schöpferischen Werten, das heißt das „wüste Land“ zu erlösen und die Wunde des Fischerkönigs Amfortas zu heilen – ist wieder für uns eine unumgängliche Aufgabe geworden. Heute wie damals fehlt es an fester Orientierung und Halt im Außen. In der Sicht der Tiefenpsychologie C.G. Jungs ist der Gral – ähnlich wie das mystische Gefäß der Alchemie – ein Symbol des Selbst, das Streben des Menschen nach Ganzheit und conjunctio der Gegensätze im Gefäß der individuellen Psyche.«

Zur Person:
Helge Böttger ist Psychologischer Psychotherapeut und Psychoanalytiker in eigener Praxis in Berlin. Zusätzlich arbeitet er auch musiktherapeutisch. Er ist Mitglied er C.G. Jung-Gesellschaft Berlin und des C.G. Jung-Institutes Berlin. Als Musiker und Komponist hat er ein Musical zum Gral geschrieben. Daraus wird er einige Stücke vortragen.

Kostenbeitrag 10 / 8 / 5 €  (Gäste/Mitglieder und Rentner/Studierende und Erwerbslose)