C.G. Jung Gesellschaft Berlin
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»Nebukadnezar – Menschengemachte ökologische Katastrophen und mythologische Antwort.« (Vortrag und Diskussion)

27. März 2020 - 15:00 Uhr
Alte Nationalgalerie, Bodestraße, 10178 Berlin
ReferentIn: Jörg Rasche, C.G.Jung-Gesellschaft Berlin in Zusammenarbeit mit dem C.G.Jung-Institut Berlin

Der Referent schreibt dazu:
Am Ishtar-Tor des babylonischen Königs Nebukadnezar II findet sich eine Inschrift, in der er seinen Stolz auf die Bändigung der Wasser kundtut. Leider handelte er in einem Teufelskreis: Die großen Wasserbauwerke trugen zur Versalzung und Unfruchtbarkeit des flachen Landes zwischen Euphrat und Tigris bei. Die Götter wurden böse, die Urmutter Tiamat verwandelte sich in einen Salzdrachen, der jährlich rituell getötet werden musste. Im Buch Daniel des Alten Testaments wird eine psychotische Episode des Königs beschrieben, und wie der jüdische Traumdeuter Daniel damit umzugehen wusste. Es handelt sich um eine Art kollektiver Psychose. Die Geschichte ist lehrreich für unsere Zeit.

Kostenbeitrag 10 / 8 / 5 €  (Gäste / Mitglieder / Studierende und Erwerbslose)