C.G. Jung Gesellschaft Berlin
  • Veranstaltungen

Lektüreseminar zum Libido Begriff bei C.G. Jung als Zoom – Konferenz

25. April 2021 - 11:00 Uhr
, ,
ReferentIn: Dr. Veronika Veltkamp und Dr. Volker Hansen

In dem Seminar wollen wir uns anhand der gemeinsamen Lektüre von GW 5 über Jungs Begriff der Libido verständigen. –
Nachdem wir zunächst auf die Spannung zwischen sinnlichem Begehren und geistig-religiöser Sehnsucht eingingen, haben wir uns dem Gegensatz zwischen der progressiven Seite der Libido (Entwicklungstrieb, „Held“) und der regressiven Seite (Rückverbindung zur Großen Mutter) zugewendet. Dazu haben wir in der vorigen Sitzung Passagen aus Teil 2, Kapitel IV  „Geburt des Helden“ (S. 216 – 224) gelesen. Hier geht es um die gegenläufige Libido als „Ambitendenz“ mit Progression und Regression einerseits und mit Extraversion und Introversion andererseits. Und es geht um das hinzutretende „Dritte“, um den Widerstand, der in der neurotischen Entwicklung dieses Zusammenspiel blockiert.

Nun wollen wir uns zunächst mit der Sphinx als Personifikation des furchtbaren, verschlingenden Muttersymbols beschäftigen (Teil 2, Kapitel IV, S. 228-230), und dabei auch die Frage berücksichtigen, inwiefern Ödipus zu Unrecht glaubte, das Rätsel der Sphinx gelöst zu haben. – Daran anschließend werden wir Teile aus Kapitel V „Symbole der Mutter und der Wiedergeburt“ (ab S. 261) lesen und auf das zentrale Libido-Motiv der „Nachtmeerfahrt“ (S. 264 – 268) eingehen.

Als weiteres zentrales Thema wollen wir uns mit dem symbolbildenden Prozess (S. 270 f) beschäftigen. In Abgrenzung zu Freud vertritt Jung die Auffassung, dass „ ..die Grundlage des inzestuösen Begehrens nicht auf der Kohabitation (mit der Mutter), sondern auf dem eigenartigen Gedanken beruht, wieder Kind zu werden, in den Elternschutz zurückzukehren, in die Mutter hinein zu gelangen, um von ihr wiederum geboren zu werden.“ Wie die Religionen sich bemühen, hier „das symbolische Übersetzen zu fördern“, illustriert Jung am Beispiel des Nikodemus (Joh.3,3ff). – (S.286)

Zu den Personen:

Dr. med. Volker Hansen arbeitete zunächst als Kinderarzt, dann als Arzt für Psychotherapeutische Medizin. – Psychoanalytische Ausbildung am C.G. Jung-Institut Berlin; Ausbildung für Paar- und Familientherapie; psychoenergetische Ausbildung und Supervisor bei P. Schellenbaum. – Niedergelassen als Psychoanalytiker und Paartherapeut. Außerdem langjährige Tätigkeit im Rahmen des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes. – Vorstandsmitglied der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin.

Dr. med. Veronika Veltkamp: Nach Tätigkeit als Gerontopsychiaterin (Schwerpunkt: Früherkennung dementieller Erkrankungen) und freie Mitarbeiterin im AOK Institut Berlin, Niederlassung in eigener Praxis. Psychotherapeutische Ausbildung am Fritz Perls Institut in Integrativer Körper- und Bewegungstherapie nach Hilarion Petzold. Psychoanalytische Ausbildung am C.G. Jung-Institut Berlin; Ausbildung zur Traumatherapeutin am Institut für Traumatherapie Berlin. Mitglied des C.G. Jung Instituts Berlin und der C.G. Jung Gesellschaft Berlin.

Kostenbeitrag: Für unsere Mitglieder und Kandidaten am C.G. Jung Institut Berlin ist die Teilnahme an den Veranstaltungen kostenlos.

Gäste zahlen 8 €, Studierenden und Erwerbslose 6 € auf das Konto C.G. Jung Gesellschaft Berlin IBAN DE85 3006 0601 0001 4915 55

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen