C.G. Jung Gesellschaft Berlin
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Aspekte von Psyche & Materie: Das Geheimnis der Synchronizität

7. November 2026 - 10:30 Uhr
Evangelisches Kirchenforum Stadtmitte an der Parochialkirche, Klosterstr. 66, 10179 Berlin
Referent: Dr. med. Angela Rossée

Aspekte von Psyche & Materie: Das Geheimnis der Synchronizität

Träume, Ereignisse, Reflektionen

Samstag 07.11.2026,
10:30-16 Uhr
inkl. Mittagspause

im Evangelischen Kirchenforum Stadtmitte an der Parochialkirche, Klosterstr. 66, 10179 Berlin
U Klosterstraße / U+S Jannowitzbrücke

Teilnahmegebühr 20 / 15 / 12 Euro
(Gäste / Mitglieder / Studenten, andere)

Den Begriff Synchronizität verwendet C.G. Jung erstmals 1930 in seiner Gedächtnisrede zum Tode von Richard Wilhelm. Erst in hohem Alter, im Jahre 1952 erscheint sein Artikel «Synchronizität als ein Prinzip akausaler Zusammenhänge». Vorausgegangen ist der jahrzehntelange Austausch mit dem Physik-Nobelpreisträger Wolfgang Pauli. In der Wahrnehmung der Wirklichkeit stellt Jung die Synchronizität als gleichwertig neben die Kausalität, neben lineare Begrenzung von Zeit und Raum. Als synchronistisch gilt ein Ereignis, wenn psychisches Erleben und äußeres Geschehen zeitlich und dem Sinn nach übereinstimmen – und sich eine neue Erkenntnis einstellt. Vor diesem Hintergrund ist auch die Befragung des I Ging und anderer mantischer Methoden zu betrachten.

C.G. Jungs Leben ist durchzogen von Erlebnissen, die sich nicht kausal erklären lassen, z.B. seine Vorausschau des 1. Weltkrieges im Jahre 1913 und die kosmische Vision während schwerer Krankheit 1944. Für viele Lebenserscheinungen lässt sich keine derartige Ursache finden. Denken wir an Vorahnungen, an kreative Inspirationen im eigenen Leben und in Kunst und Wissenschaft und an außersinnliche Wahrnehmungen in Extremsituationen. Synchronistische Ereignisse treten besonders in affektiv erregten Zuständen auf. Eigene Erfahrungen in den letzten Jahrzehnten erlebte die Dozentin Angela Rossée in diesem Sinne als erschütternd.

Auch in der Beziehung von Leib und Seele zieht Jung die synchronistische Sichtweise im weiteren Sinne in Betracht. Aus der vierten Dimension, aus Traum und Imagination erreichen uns Botschaften über physische Zustände – ohne rationale Reflektion und ohne Wahrnehmung über die Sinnesorgane. Dazu bringt Dr. Rossée nach einigen theoretischen Grundlagen Beispiele aus ihrer Praxis ein. Ausgehend von einem Traum Wolfgang Paulis betrachtet sie autonome Prozesse in Mensch und Natur. In Kleingruppen werden wir das Thema vertiefen.

Dr. med. Angela Rossée

studierte nach langjähriger Tätigkeit als Ärztin in der Kinderheilkunde und der Inneren Medizin am C.G. Jung Institut in Zürich, wo sie auch in der Klinik Burghölzli arbeitete. Seit 1994 führt sie ihre Praxis für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie/analyse in Berlin, begleitet in spirituellen Fragen, Traumanalyse, Aktiver Imagination und der Auffassung von Bildern und Gestaltungen. Sie hält Vorträge und Seminare in Deutschland, Österreich, der Schweiz und im United Kingdom.

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