Science Fiction & Jung: «Dune II» – Was das Weibliche über unsere Individuation verrät
5. Dezember 2026 - 10:30 Uhr
Evangelisches Kirchenforum Stadtmitte an der Parochialkirche, Klosterstr. 66, 10179 Berlin
Referent: Dr. Alfred Messmann, Marco Croner, Barbara Drevenšek
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| Science Fiction & Jung: «Dune II» – Was das Weibliche über unsere Individuation verrät
Samstag 05.12.2026,
10:30-15 Uhr
inkl. 1h Mittagspause
im Evangelischen Kirchenforum
Stadtmitte an der Parochialkirche,
Klosterstr. 66, 10179 Berlin
U Klosterstraße / U+S Jannowitzbrücke
Teilnahmegebühr 18 / 15 / 12 Euro
(Gäste / Mitglieder / Studenten, andere) |
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Frank Herberts «Dune» jungianisch deuten – mit Verweis auf zentrale Szenen aus Denis Villeneuves Verfilmung
Science Fiction ist Visionsarbeit, Entwurf möglicher Zukünfte. Es sind Bilder, in denen die Autor*innen den tieferen Ahnungen des Unbewussten eine Stimme geben.
«Dune», der Epos von Frank Herbert, versetzt uns auf den Wüstenplaneten Arrakis. Nach der Auslöschung des Herrscherhauses der Atreides ringen Paul, der letzte Vertreter dieses Hauses und seine Mutter um ihr Überleben. Sie werden zwar vom indigenen Wüstenvolk der Fremen aufgenommen, müssen aber für ihr Bleiberecht kämpfen. Gleichzeitig gilt Paul als möglicher Auserwählter und trägt damit eine schwere Bürde. Heimgesucht von ambivalenten Visionen der Zukunft muss er Verantwortung für sein Schicksal und das Schicksal der Menschen überhaupt übernehmen – ein Sinnbild für die Reise der Individuation.
Hier kommt die archetypische Kraft des Weiblichen ins Spiel: Wir erfahren von der Bedeutung der “Großen Mutter”, lernen die Beziehung zwischen Chani, der Fremenfrau und Pauls Anima kennen und bekommen ein Bild von der Natur als überlebenswichtiges Ökosystem. In der Perspektive von C.G. Jungs Psychologie entfaltet Herbert hier das Gewebe einer weiblich konnotierten Welt mit ihren Perspektiven und Gefahren, die uns einen Eindruck vermittelt von der tiefen Bedeutung des Weiblichen als Prinzip der Evolution des Lebens.
Herberts Blick verweist auf eine Welt, in der die Zivilisation brüchig wird, in der das Ökosystem zu kollabieren droht, Wasserknappheit herrscht und das Überleben angesichts drohender Kriege stets ungewiss ist. Hier wird das Panorama einer Welt entworfen, das wie ein Spiegel zu Aspekten unserer eigenen aktuellen Zeit wirkt. In gezielten Input-Vorträgen und geleiteten Gruppendiskussionen nehmen wir in diesem Seminar, stets im Wissen der jungianischen Psychologie, die Rolle des Weiblichen tiefenpsychologisch in den Blick. Es zeigt sich: ohne die individuierte Kraft des Weiblichen ist eine menschenwürdige Zukunft nicht möglich. |
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Dr. Alfred Messmann
Erziehungswissenschaftler, ausgebildet in Kommunikationspsychologie und der Prozessarbeit nach A. Mindell (in Fortsetzung der Psychologie C.G. Jungs). Tätig als selbstständiger Coach und psychologischer Berater für Tiefenprozesse. Dr. Messmann ist Vorstandsmitglied der C.G. Jung Gesellschaft Berlin. |
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Marco Croner
ist Philosoph mit Schwerpunkt auf Bewusstseinsentwicklung. Als freischaffender Künstler betreibt er Dichtung, Schauspiel, Malerei und Design. Er unterrichtet an einer Gesamtschule in Berlin. Er ist Vorstandsmitglied der C.G. Jung Gesellschaft Berlin. |
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Barbara Drevenšek
ist ausgebildet in psychologischer Beratung, Suchtberatung und in Marketingkommunikation. Für die C.G. Jung Gesellschaft Berlin arbeitet sie im erweiterten Vorstand, u.a. im Bereich Social Media. |
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